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Bild: © Photocase.de

CREMASTER CYCLE

Film-Inhalt

Mit dem CREMASTER CYCLE hat Matthew Barney, einer der herausragendsten Künstler unserer Zeit, den wohl unkonventionellsten Filmzyklus des modernen Kinos geschaffen. Für die Fertigstellung seines insgesamt 400 Minuten umfassenden Gesamtwerkes benötigte der Künstler nahezu zehn Jahre (1994-2002). Nicht in chronologischer Reihe entstanden, bilden die fünf Teile des CREMASTER CYCLE ein in sich geschlossenes, ästhetisches Ganzes. Entworfen als gefilmte Performance-Serie, in denen der Künstler Matthew Barney selbst, außer in CREMASTER 1, immer eine zentrale Rolle spielt, wurden die Filme zunächst einzeln in Museen präsentiert. Mit seiner überwältigenden Bildersprache und seiner höchst eigenwilligen Verquickung von unterschiedlichsten Stoffen, die etwa dem Musical, dem Western oder der keltischen Sagenwelt entlehnt sind, ist der CREMASTER CYCLE ein recht ehrgeiziges Projekt. Hervorgegangen aus künstlerischen Darbietungen, die den menschlichen Körper in all seiner Abhängigkeit von psychischen Impulsen, in all seiner physischen Begrenztheit als Symbol schöpferischer Kraft erscheinen lassen, zerlegt der Film-Zyklus den menschlichen Körper in die Einzelteile eines zeitgenössischen Schöpfungsmythos. Das Grundkonzept des Zyklus ist der Biologie entlehnt. Barney beschäftigt sich besonders mit dem Prozess der geschlechtlichen Differenzierung während der embryonalen Phase des Menschen. Von CREMASTER 1, dem femininsten Stadium des embryonalen Prozesses, in dem der Fötus noch geschlechtlich unbestimmt ist, bis CREMASTER 5, der seinen differenziertesten Zustand darstellt. Kremaster bezeichnet einen willkürlichen Muskel, der die Hoden je nach Temperatur oder Angstzustand hebt und senkt. Namhafte Persönlichkeiten wie Norman Mailer, Ursula Andress und Aimee Mullins haben als Schauspieler mitgewirkt. Matthew Barney lebt mit seiner Frau Björk in New York.

Titel: CREMASTER CYCLE Regie: Matthew Barney Darsteller: Marti Domination Kamera: Peter Strietmann Überschrift: Berlin: 5. Oktober 2005, Köln: 12. November 2005, München: 28. Dezember 2005, Hamburg: 5. Februar 2006, Stuttgart: 1. März 2006, Frankfurt: 12. April 2006